DR. SCHÄFFLER REAL ESTATE VALUATION GROUP - INTERNATIONAL REAL ESTATE VALUATION
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Verhaltenskodex für Sachverständige innerhalb der EEA

Präambel
Vorliegender Verhaltenskodex enthält Mindestanforderungen an Verhaltensregeln, die von allen Sachverständigen eingehalten werden sollten. Dabei ist berücksichtigt, dass es in Europa unterschiedliche Rechtssysteme und Rechtsprechungen gibt, die dem Sachverständigen zusätzliche Pflichten und Verantwortlichkeiten auferlegen können. Neben diesem Verhaltenskodex gibt es Allgemeine berufliche Grundsätze, die ein Sachverständiger einhalten sollte.

Diese verlangen, dass der Sachverständige

  • eine „geeignete und ordentliche“ Person ist
  • über ein hohes Maß an technischem Wissen und praktischer Erfahrung in seinem Sachgebiet verfügt und dieses beibehält.
  • Sein Wissen sowohl in Bezug auf seine Sachkenntnisse als auch als Sachverständiger auf dem laufenden hält und entsprechende berufliche Fort- und Weiterbildung betreibt

1. Sachverständige dürfen in Ihrer Tätigkeit als Experten nichts tun, was dem folgenden schadet oder beeinträchtigt oder den Anschein erweckt, zu schaden oder zu beeinträchtigen:

  1. die Unabhängigkeit, Unparteilichkeit, Objektivität und Integrität des Sachverständigen
  2. die Pflicht des Sachverständigen gegenüber den Gerichten
  3. das hohe Ansehen des Sachverständigen oder der Sachverständigen im allgemeinen
  4. die eigentliche Arbeit des Sachverständigen
  5. die Pflicht des Sachverständigen, Vertraulichkeit zu bewahren.

2. Ein Sachverständiger, der in einem strittigen Verfahren beauftragt oder eingesetzt wird, darf weder Vereinbarungen treffen, die seine Unparteilichkeit gefährden könnten, noch darf sein Honorar vom Ausgang des Verfahrens abhängen, noch darf er außer seinem Honorar und Spesen andere Vergünstigungen annehmen.

3. Ein Sachverständiger darf in einer Angelegenheit, in der ein tatsächlicher oder potentieller Interessenkonflikt besteht, keine Aufträge entgegennehmen. Abweichend von dieser Regel kann der Sachverständige bei völliger Offenlegung dieser Tatsache gegenüber dem Richter oder dem sonstigen Auftraggeber in entsprechenden Fällen Aufträge annehmen, wenn die Beauftragenden diese Situation ausdrücklich anerkennen. Sollte es nach Erhalt der Beauftragung zu einem tatsächlichen oder potentiellen Konflikt kommen, so hat der Sachverständige sofort alle Betroffenen davon zu unterrichten und in entsprechenden Fällen von seiner Beauftragung zurückzutreten. Zum Schutze seines Kunden soll der Sachverständige bei einem seriösen Versicherer eine geeignete Versicherung mit angemessenem Versicherungsschutz abschließen.

4. Sachverständige dürfen nicht für Ihre Tätigkeiten in einer Art und Weise werben, die gemeinhin als geschmacklos betrachtet wird. Werbung darf auf keinen Fall unrichtig oder irreführend sein.